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Wersja polska – patrz niżej

Wir schreiben das Jahr 2008. Ich habe gerade meinen Bachelorabschluss in Stadt- und Regionalplanung gemacht und direkt mit dem Masterstudiengang weitergemacht. Allerdings begann der Alltag mich zu langweilen.  Also entschied ich mich, für ein Semester ins Ausland zu gehen – nur wohin, das war die große Frage. Ich hatte zu jener Zeit eine diffuse Faszination für Osteuropa, weil ich davon ausging, dass es hier in den nächsten Jahren zahlreiche Veränderungen gibt, und ich wollte das „Vorher“ sehen. Zugleich wollte ich zumindest Grundlagen der Landessprache beherrschen – und siehe da, im Wintersemester 2008/09 bot die BTU einen Polnischkurs für Anfänger an. Ich nahm teil, und ein Jahr später fand ich mich für ein Auslandssemester an der Politechnika Wrocławska (der TU Breslau) wieder.

Vorher hatte ich eigentlich fast keinen Bezug zu Polen, obwohl ich mein ganzes Leben weniger als 100 km von der polnischen Grenze entfernt verbracht hatte (in Berlin und Cottbus). Polen, das kannte ich nur durch einige Grenzmarktbesuche in meiner Kindheit, ansonsten war jenseits von Neiße und Oder in meinem Bewusstsein ein großes schwarzes Loch. Sicher, ab und an sah ich in Frankfurt (Oder) polnische Regios stehen, und es juckte mich schon irgendwie, einfach mal einzusteigen und mitzufahren. Aber ich habe es nie getan. Erst im Frühjahr 2008, ich weiß gar nicht mehr warum, bin ich einen Tag mal spontan nach Stettin gefahren, noch ohne zu ahnen, dass ich kein halbes Jahr später mit dem Erlernen der Landessprache beginnen werde.

Das Erlernen der Sprache stärkte auch mein Interesse an jenem „schwarzen Loch“. Noch 2008 war ich einen Tag in Gorzów Wielkopolski (Landsberg/Warthe) und Kostrzyn nad Odrą (Küstrin) unterwegs. Im Semester vor meinem Auslandsaufenthalt bot die BTU zufälligerweise in Kooperation mit meiner späteren Gasthochschule ein gemeinsames Seminar zu Breslau an, an dem ich natürlich teilnahm und so die Stadt bereits kennenlernte.

Und dann war es soweit – ich zog in ein Breslauer Studentenwohnheim und studierte ein Semester in der Stadt an der Oder. Es war eine unheimlich ereignisreiche und schöne Zeit, und nach Ende des Semesters bin ich noch mehrmals auf einen Tagesausflug nach Breslau gefahren (von Cottbus aus ist das selbst mit dem Zug möglich).

Nur etwas störte mich: Meine Polnischkenntnisse waren immer noch ziemlich bescheiden. Ich hatte überwiegend mit anderen Erasmusstudenten zu tun, und selbst die meisten Kurse waren auf Englisch (mit Ausnahme eines CAD-Kurses). So entschied ich mich, nach Ende meines Studiums im März nach 2012 noch mal nach Polen zu gehen. Außerdem wollte ich eine weitere Stadt kennenlernen, und entschied mich für Krakau, wo ich inzwischen seit einem Jahr lebe. Zwischenzeitlich habe ich in einem Hostel gejobbt, nun suche ich eine Stelle als Stadtplaner.

In diesem Blog möchte ich einige meiner Eindrücke widergeben, und vor allem zu einem differenzierteren Polen-Bild beitragen. Polen kommt in Deutschland leider immer noch vor allem im Zusammenhang mit Autodiebstählen und vielleicht Flugzeugabstürzen vor und scheint für viele ansonsten noch immer ein „schwarzes Loch“ zu sein. Bezeichnend war kürzlich ein Bericht einer deutschen Provinzzeitung, die über eine Klassenfahrt einer regionalen Klasse nach Krakau berichtete. Der Bericht war illustriert mit einem Klassenfoto im Wawel, und die Zeitung kommentiert wie folgt: „Die Austauschschüler vor einem imposanten Gebäude in Krakau“. Ignoranter geht es kaum: Der Wawel war jahrhundertelang Sitz und Grabstätte polnischer Könige, er ist eines der wichtigsten Gebäude (wenn nicht das wichtigste) der polnischen Geschichte und Identität. Man stelle sich einmal vor, eine französische Schulklasse stünde vor dem Brandenburger Tor und in ihrer Heimat würde eine Zeitung von „einem imposanten Gebäude in Berlin“ sprechen.

Daher meine Bitte: Verfolgen Sie meinen Blog, schauen Sie sich die Fotos an, aber vor allem – überwinden Sie die Grenze, fahren Sie nach Polen, lernen Sie dieses vielfältige Land kennen! Breslau ist eine ganz andere Stadt als Krakau, und Warschau und das schlesische Industrierevier (um Kattowitz) sind wieder etwas ganz anderes. Mir selbst fehlt leider auch noch etwas der Osten Polens, ich kenne bisher vor allem die „Banane“ Stettin – Posen – Breslau – Schlesien – Krakau, und außerdem Warschau.

An meine mitlesenden Freunde und Bekannten: Es wird leider nicht ausbleiben, dass ihr einzelne Bilder schon kennt, aber ich möchte ja einen Überblick geben. Und für Euch neues ist garantiert auch dabei, versprochen. 🙂

Pozdrawiam Serdecznie!

Daniel Wätzig

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Daniel Wätzig
Pędzichów 6/5
31-152 Kraków/PL

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Meine E-Mailadresse geht aus dem Lebenslauf hervor. Das ist ein einfacher Spamschutz, da sie Teil einer Grafik ist und so hoffentlich nicht so einfach von Scanprogrammen erkannt wird.

***

Wersja Polska

To było w 2008 roku. Wtedy skończyłem studia licencjackie z  urbanistyki i zacząłem studia magisterskie. Ale życie codzienne było nudne – lubiłem studia, ale to było tak samo co dzień, co tydzień, co roku. Więc zdecydowałem się zrobić semestr na uczelni zagranicznej – ale dokąd, to dobre pytanie. Fascynował mnie Wschód Europy, bo myślałem że tam będą duże zmiany  i chciałem przeżyć co jest dzisiaj. Poza tym chciałem mówić w tamtejszym języku narodowym – i w semestrze zimowym 2008 roku mój uniwersytet oferował kurs polskiego. Brałem w tym udział, i rok późnej byłem studentem Erasmusa na Politechnice Wrocławskiej.

Przedtem nie miałem związku z Polską, choć mieszkałem cały moje życie blisko granicy z Polską (w Berlinie i Cottbus/Chociebużu). Polskę, to tylko znałem bo byłem na targu przy granicy, zresztą Polska była dla mnie czarną dziurą za Odrą i Nysą. Pewnie, od czasu do czasu widziałem pociągi polskie w Frankfurcie nad Odrą, i miałem ochotę wsiąść, ale nigdy tego nie zrobiłem. Dopiero wiosną 2008 roku pojechałem do Szczecina, ale nie wiedziałem, że zacznę uczyć się polskiego pół roku późnej.

Kurs Polskiego zaciekawiał mnie, więc jeszcze w 2008 r. byłem w Gorzowie Wielkopolskim i Kostrzynie nad Odrą. W 2009 roku, mój uniwersytet oferował kurs  współpracy z Politechniką Wrocławską, i oczywiście zapisałem się na kurs i poznałem miasto.

A potem, w semestrze zimowym 2009/10, byłem studentem Erasmusa we Wrocławiu. To był fajny czasem, i nawet po semestrze zrobiłem kilka wycieczek całodniowych do Wrocławia (od Cottbus jest to możliwe, nawet pociągiem).

Niestety, moje znajomości polskiego były bardzo złe. We Wrocławiu, prawie tylko mówiłem po angielsku, bo miałem kursy po angielsku, i większość moich znajomych to też byli studentami Erasmusa. We marcu 2011 roku skończyłem studia, i zdecydowałem się wrócić do Polski. Tym razem, chciałem poznać inne miasto, i to był Kraków. Teraz, tu mieszkam od pół roku temu. Tymczasem pracowałem w hostelu, ale teraz szukam pracy w moim zawodzie.

Na tym blogu, chciałbym przybliżać Niemcom Polskę. Niestety, duży Niemców nie zna Polski, dla nich jest ona jeszcze „czarną dziurą“ za Odrą i Nysą. Na przykład niedawno niemiecka gazeta pisała o wymianie międzyszkolnej, i pod fotografią pisała: „Uczniowie przed imponującym budynkiem“. Ten „imponujący budynek“, to jest WAWEL…

Mam nadzieję, że Niemcy, którzy czytają teksty i oglądają zdjęcia, zostaną zachęceni i pojadą do Polski.

Pozdrawiam serdecznie!

Daniel Wätzig

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