Krakau

Working Lives: Die BBC über Krakauer

Die BBC hat sich in kurzen, circa einminütigen Beiträgen den Berufen von fünf Krakauern gewidmet: einer Straßenbahnfahrerin, des Managers eines Fensterunternehmens, eines Turmtrompeters, einer Landwirtin, einem Stahlarbeiter in Nowa Huta und einer Studentin.

 

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Anarchie! (II)

Neulich auf dem Krakauer Hauptbahnhof.

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HR-Dokumentation über Krakau

Bei youtube kann eine Dokumentation des Hessischen Rundfunks über Krakau angesehen werden:

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Ein Samstag im Krakauer Stadtzentrum · W Sobotę w Centrum Krakowa

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Anarchie!

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Lagerfeuerromantik an der Haltestelle

Ich hatte mich ja neulich schon wegen der eisigen Temperaturen beschwert. Nun habe ich diese großartige Reaktion der Stadt Krakau gesehen: an wichtigen Haltestellen werden solche Behältnisse mit brennender Asche aufgestellt – und das, obwohl der ÖPNV (anders als in der „Metropole“ Berlin) trotz Minusgeraden und gelegentlichen Schneefällen sehr zuverlässig läuft und man eigentlich nie lange warten muss.

Ergänzung:

Ein anonymer Hinweisgeber hat mich in den Kommentaren auf den entsprechenden Artikel in der polnischen wikipedia aufmerksam gemacht:

Koksownik

Provisorische Feuerstelle in Form eines Eimers aus geschweißten Stahlstäben, oft auf Metallbeinen, dient zur Verbrennung von Koks, hauptsächlich gedacht zum Aufwärmen an frischer Luft.

Allgemein angewandt während des Kriegsrechts im Winter 1981 von Soldaten auf Straßenwache. Zurzeit werden sie in einigen Städten, z.B. Krakau, an kalten Tagen an Haltestellen und Sammelplätzen von Obdachlosen aufgestellt.

Der Name Koksownik wird auch für Grille verwendet, die in ihrer Form den originalen Koksowniks ähneln.

Der neben dem polnischen verlinkte deutsche wikipedia-Artikel handelt von „Feuerstellen“ im Allgemeinen, nicht von dieser polnischen Besonderheit.

Vielen Dank an den Hinweisgeber!

Ergänzung (2. Februar)

Die Breslauer Ausgabe der Gazeta Wyborcza beschwert sich heute, dass es in Breslau – anders als in Danzig, Warschau und Krakau – keine Koksowniki gibt und auch keine geplant sind:

„Frost in Breslau, aber es gibt keine Koksowniki und wird auch keine geben“

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„Następny Przystanek: …“ – Mit der 4 durch Krakau (III) · Tramwajem 4 po miejśce (III)

Im letzten Teil der imaginären Fahrt durch Krakau mit der Linie 4 (eine Karte gibt es in Teil I) geht es heute um Nowa Huta. Zum Stadtteil selbst hatte ich ja im zweiten Teil schon etwas geschrieben, aber hier nun nochmal zur Erinnerung: Nowa Huta („Neue Hütte“) wurde gemeinsam mit der benachbarten Stahlhütte (der Lenin-Hütte) ab 1949 angelegt. Es wurde zunächst als eigenständige, sozialistische Musterstadt geplant, jedoch bereits 1951 nach Krakau eingemeindet. Dennoch ist es in der Wahrnehmung seiner Einwohner ähnlich selbstständig wie „Spandau bei Berlin“.

Wir beginnen dort, wo Teil II aufgehört hat: Am Plac Centralny. Das ist der Platz, der auf der oben abgebildeten Karte… nun ja… ziemlich zentral liegt. Drei Straßen laufen direkt auf ihn zu, die heutige Johannes-Paul-II-Allee streift den Platz im Süden. Ganz interessant an diesem Plan ist, dass darauf sowohl die historischen als auch die heutigen Straßennamen vermerkt sind. Einige Beispiele:

  • Allee des 6-Jahres-Plans > Johannes-Paul-II-Allee
  • Allee der Oktoberrevolution > Anders-Allee
  • Leninallee > Solidarność-Allee
  • Allee der polnisch-sowjetischen Freundschaft > Allee der Freundschaft

Auch „Marks“ und Engels sind nun als Namenspaten unerwünscht. Ein Name hat aber alles überdauert: Die politisch unverdächtige Rosenallee, die von Norden direkt auf den Plac Centralny zuführt.

Der Plac Centralny ist leider auf einem Foto nicht zu fassen, ohne Weitwinkelobjektiv erst recht nicht. Von der Südseite des Platzes ergibt sich dieser Blick. Noch beeindruckender ist es aber, in der Mitte des Platzes zu stehen, die mangels Nutzung eher tot ist, und das Leben um sich rotieren zu sehen: Passanten (zu den zahlreichen Geschäften), Fahrgäste, Straßenbahnen, Busse, Autos…

Der Ostrand des Plac Centralny.

Auf der Südseite des Platzes waren einst ein Kulturhaus und – dahinter – eine Freitreppe den Hang hinab geplant, die aber ebenso wenig realisiert wurden wie der Obelisk in Platzmitte und das Rathaus in der Rosenallee. Statt also vom Tal einen monumentalen Blick auf Nowa Huta zu haben, hat man nun von Nowa Huta einen monumentalen Blick aufs Krakauer Heizkraftwerk.

An Stelle des Kulturhauses wurde dieses Denkmal errichtet, das an die Solidarność-Bewegung und die Geschichte des antikommunistischen Widerstands in der Volksrepublik Polen erinnert. An Museum zur Volksrepublik befindet sich übrigens in unmittelbarer Nähe des Plac Centralny.

Nach einem Halt fährt die 4 die Aleja Solidarności entlang Richtung Stahlwerk. (Bei dieser Gelegenheit bitte ich die springenden Jahres- und Tageszeiten auf den Fotos zu entschuldigen. Sie entstanden in einem Zeitraum von neun Monaten, einige sogar bei meinem ersten Krakau-Besuch 2009.)

Zwischendurch hält die Bahn nochmal an dieser Kirche.

Als sozialistische Musterstadt sollte Nowa Huta natürlich zunächst keine Kirchen haben. Letztlich setzten sich aber die Bewohner, die ursprünglich überwiegend aus Dörfern der Region kamen und anfangs angesichts des Wohnungsmangels oft pendelten, durch. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei vom Krakauer Kardinal Karol Józef Wojtyła, dem späteren Papst Johannes Paul II. Die erste Kirche war aber nicht das abgebildete, relativ zentral im Stadtteil gelegene Gotteshaus, sondern…

… die Kirche Arka Pana (Arche des Herrn), die sich nördlich der ersten Bauabschnitte von Nowa Huta (in der Nähe der Haltestelle Teatr Ludowy – Volkstheater) befindet.

Selbstverständlich befindet sich dort heute eine Statue Johannes Paul II., eine von dreien, die ich allein in Krakau kenne.

Auch die Kirche in der Aleja Solidarności wird von einer Statue „bewacht“. Hierbei handelt es sich aber nicht um Johannes Paul II., sondern um Jerzy Popiełuszko, einen Priester, der die Solidarność unterstützte und 1984 vom polnischen Geheimdienst umgebracht wurde. An seiner Beerdigung in Warschau nahmen mehrere hunderttausend Menschen teil (wikipedia spricht von bis zu 800.000, ich hatte aber auch schon von 120.000 Teilnehmern gehört) – so viele Menschen konnten seit Verhängung des Kriegsrechts 1981 und dem Verbot der Solidarność 1982 nicht mehr zu Demonstrationen gegen den Staat mobilisiert werden.

Ein kleines Detail am Rande. (Polnische Kioske sind übrigens äußerst praktisch, da sie so ziemlich alles anbieten – z.B. auch Taschentücher.)

Nun erklimmt die 4 die Steigung zum Haupteingang der Stahlhütte, das vom Stadtteil Nowa Huta durch einen Grünzug getrennt ist.

Zwischen dem eben gezeigten Park und der Stahlhütte  zweigt dieser einscheinbare Weg ab und führt…

… nach Krzesławice mit seiner Holzkirche, die allerdings erst seit den 1980er Jahren hier steht. Vorher befand sie sich in einem anderen Dorf.

Währenddessen erreicht die 4 die Haltestelle „Kombinat“ und somit…

… den Haupteingang der früheren Leninhütte. Seit dem Ende des Kommunismus ist das Werk nach Tadeusz Sendzimir benannt, einem polnischen Physiker, der im amerikanischen Exil lebte. Seine hervorragenden Verbindungen in die hohe US-Politik ermöglichten es, bei einer Erweiterung der Leninhütte in den 60er Jahren US-Technik einzusetzen – trotz des Embargos, das eigentlich seinerzeit für die Ostblockstaaten galt.

Markenzeichen des Haupteingangs sind die beiden Verwaltungsgebäude. Gerade das nördliche sieht man bereits ab dem Plac Centralny, wenn man die Aleja Solidarności hinuntersieht.

Die Linie 4 hält leider nur am Haupteingang und entfernt sich dann wieder von der Stahlhütte, man sieht also recht wenig von diesem riesigen Industriegelände (würde man die Krakauer Hütte nach Berlin verpflanzen, nähme sie etwa den Bereich zwischen Alexanderplatz, Hauptbahnhof, Großem Stern und Potsdamer Platz ein).

Wer also mehr davon sehen möchte, sollte am Kombinat oder am Plac Centralny Richtung Pleszów umsteigen. Diese Linien fahren unmittelbar an der Südmauer des Werkes entlang, vorbei an Haltestellen wie „Tor Nummer 4“, „Tor Nummer 5“, „Koksochemia“ und … „Brombeerstraße“.

Abstecher nach Pleszów

Die Haltestelle „Koksochemia“.

Von der Straßenbahnwendeschleife führt eine Straße ins Stahlwerk (aber nicht aufs Gelände) und erlaubt weitere Einblicke.

Ganz skurril wird es, wenn man in das Dorf Pleszów hineingeht. Hier scheint man plötzlich in einer anderen Welt zu sein, und man bekommt eine Vorstellung, wie es in dieser Gegend vor dem Bau der Hütte und des Stadtteils aussah. Um die Dörfer herum gab es die fruchtbarsten Böden der Region. Vielleicht hat die Brombeerstraße ihren Namen noch aus dieser Zeit.

Pleszów hat alles, was man sich in einem osteuropäischen Dorf vorstellt – eine Dorfkirche, …

… ein Lebensmittelgeschäft (fast hätte ich „Konsum“ geschrieben) und …

… Holzhäuser.

Das Stahlwerk ist trotzdem immer präsent.

Vom Kombinat zur Endstation – die letzten 5 Minuten

Wer hingegen vorzieht, in der 4 zu verbleiben, findet sich bald in einer ziemlich toten Gegend wieder, gesäumt von Speditionen, einem Straßenbahnbetriebshof, einigen Gewerbebetrieben und diesem abgebrannten Haus an der Haltestelle „Elektromontaż“ [Elektromontasch].

Die Haltestelle „Wiadukty“ liegt auf dem ersten Blick mitten im Nichts, das Werbeplakat ist die prägende bauliche Anlage des Umfelds. Auf dem zweiten Blick bemerkt man aber, dass versteckt hinter Pappeln und einem der Wiadukty einige Gewerbebetriebe liegen, was auch erklärt, wieso wider Erwarten hier eigentlich immer Menschen ein- und aussteigen.

Nach Überqueren der Viadukte fährt die Bahn in den Stadtteil Wzgórza Krzesławickie hinein (bzw. eher an dessen Rand entlang). Hier wird man sogleich freundlich, wenn auch mit ausgeblichener Farbe begrüßt: „Welcome to Wzgórza“.

Auch von der anderen Seite ist die Leitung beschriftet: „Ich liebe Dich, mein Bärchen!“ (eigentlich sogar Bärchenchen, da hier von der Verkleinerungsform nochmal die Verkleinerungsform gebildet wird)

Was der Künstler leider nicht bedacht hat: Dieser Weg führt nicht nur zur Haltestelle, sondern auch zum Friedhof…

… der kurz darauf auf der rechten Seite sichtbar wird.

In Fahrtrichtung links befindet sich die Osiedle Na Stoku (Siedlung auf dem Hang).

In neuen und nachgerüsteten Bahnen heißt es nun:

„Wzgórza Krzesławickie. Koniec trasy. Prosimy opuścić pojazd. Dziękujemy za wspólną podróż.“ (Krzesławicer Berg. Endhaltestelle. Bitte verlassen Sie das Fahrzeug. Wir danken für die gemeinsame Reise!“)

In diesem Sinne: Na razie – Bis bald!

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Brrrrrr

Heute sind die Temperaturen hier in Krakau auf -8°C gefallen. Nicht nur mir ist das zu kalt.

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„Następny Przystanek: …“ – Mit der 4 durch Krakau (II) · Tramwajem 4 po miejśce (II)

Vor einiger Zeit habe ich ja angefangen, die Stadt Krakau mit Hilfe einer Fotoserie entlang der Straßenbahnlinie 4 darzustellen. In Teil I ging es vom westlichen Stadtteil Bronowice Małe zum Hauptbahnhof, diesmal geht es von dort zum Plac Centralny im Stadtteil Nowa Huta.

„Stadtteil Nowa Huta“? Nicht wenige würden da widersprechen. Nowa Huta („Neue Hütte“) wurde ab 1949 östlich Krakaus als sozialistische Musterstadt errichtet. Es diente als Wohnstadt für die Arbeiter der neu entstehenden Leninhütte und weist somit eine recht ähnliche Geschichte zu der von Eisenhüttenstadt und dem EKO auf. Auch im Alltag gibt es Parallelen: Eisenhüttenstadt wird in Brandenburg vielfach als „Hütte“ bezeichnet, und Nowa Huta als „Huta“ (also ebenfalls Hütte). Und obwohl Nowa Huta bereits 1951 nach Krakau eingemeindet wurde, sind es im Grunde bis heute zwei Städte. Die Einwohner von Nowa Huta fahren „nach Krakau“, wenn sie das Stadtzentrum meinen, und viele Krakauer kämen im Leben nicht auf die Idee, einfach mal so nach Nowa Huta zu fahren.

Selbst im Straßenbahnnetz ist die Teilung erkennbar: die beiden relativ verzweigten Netze in Krakau und Nowa Huta (rechts oben) sind nur durch zwei im Abstand von wenigen hundert Metern parallelen Strecken miteinander verbunden.

Nowa Huta selbst möchte ich im dritten Teil vorstellen. Im zweiten Teil geht es um das „Dazwischen“, das ebenfalls eine Besonderheit der Stadtstruktur Krakaus darstellt: dadurch, dass Krakau aus zwei Städten besteht, befindet sich im geografischen Zentrum der Gesamtstadt das, was man anderswo am Stadtrand findet.

Wir starten als am Hauptbahnhof und sind schon drei Minuten später am…

… Rondo Mogilskie. Dieses wurde im Zuge des Baus der Krakauer Schnellstraßenbahn (hier befindet sich der Tunnelmund des weltweit einzigen polnischen Straßenbahntunnels) in den letzten Jahren umgestaltet. Die Bahngleise befinden sich nun unter dem Straßenniveau, außerdem wurden die Reste einer historischen Verteidigungsanlage freigelegt.

Im Hintergrund das Wahrzeichen des Rondo Mogilskie und eines der bekanntesten Gebäude Krakaus (zumindest bei den Stadtbewohnern). Der Bau des Hochhauses wurde einst unter Edward Gierek begonnen, bis der Bau angesichts der ökonomischen Krise der 80er Jahre gestoppt wurde. Und obwohl es immer wieder Gerüchte über einen Weiterbau gab, ist das Gebäude bis heute unvollendet und dient allenfalls als gigantische Werbefläche. Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Bau überhaupt noch beendet werden kann, nachdem er nun drei Jahrzehnte der Witterung ausgesetzt war.

Meine erste Krakauer Wohnung (das Dachgeschoss eines älteren Ehepaares) lag übrigens in der Nähe dieses Rondos. Und weil mein ebenfalls deutscher Mitbewohner und ich uns nie den Namen dieses Rondos merken konnten, nannten wir es einfach „Rondo M“. Inzwischen habe ich auch andere Krakauer Freunde auf diesen Namen geeicht.

Drei Haltestellen weiter, an der Wieczysta, sieht man jenes Gemisch, das man von vielen Stadträndern kennt:

Ein bisschen Industrie…

… ein paar Plattenbauten…

… und einige Einfamilienhäuser.

Nun durchquert die 4 einen ausgedehnten Park. Dieser sollte zu Zeiten des Kalten Krieges als mögliche Verteidigung dienen. Heute befindet sich hier…

… ein Fliegerdenkmal (das auf das benachbarte Polnische Flugzeugmuseum hinweist).

An der Haltestelle AWF [a-wu-eff] befindet sich neben der namensgebenden Akademia Wychowania Fizycznego (Sporthochschule) auch…

… die Fakultät für Mechanik der Politechnika Krakowska (TU Krakau).

An der Stella-Sawickiego [Ztell-la ßawizkjego] wird die gleichnamige Umgehungsstraße überquert und der Blick aufs Heizkraftwerk freigegeben.

Das Foto ist etwas verwackelt, aber es geht um den Eindruck: ein Einkaufszentrum, wie man es sonst am Stadtrand vorfindet.

Die Hauptstraße zwischen Krakau und Nowa Huta (die auch „unsere“ 4 befährt) heißt Aleja Jana Pawła II (Allee Johannes Paul des II.). Johannes Paul II. gilt in Polen als Nationalheld, ihm wird eine große Rolle bei der Entstehung der Solidarność-Bewegung zugeschrieben. Nach seinem Tod wurde in jeder größeren polnischen Stadt eine Straße nach ihm benannt – wobei „Straße“ untertrieben ist, es muss schon eine Allee oder ein Platz sein. Am Plac Centralny laufen heute die nach ihm benannte Allee und die Solidarność-Allee zusammen.

Im ganzen Land sind außerdem Denkmäler für ihn aufgestellt (z.B. auch an der 4 zwischen der Lubicz und dem Busbahnhof), und auch die Straßenbrücke zwischen Görlitz und Zgorzelec ist nach ihm benannt. Während Denkmäler in Deutschland ja eher ein Schattendasein fristen und nicht weiter beachtet werden, befinden sich vor jeder Statue Johannes Paul II. stets frische Blumen. An besagter Neißebrücke zwischen Görlitz und Zgorzelec habe ich abends sogar mal eine ältere Dame beobachtet, die aus Zgorzelec kam, an der Gedenktafel auf polnischer Seite die Blumen zurechtrückte, neue dazulegte und Kerzen entzündete – und dann über die Neiße ging und dasselbe an der deutschsprachigen Gedenktafel wiederholte.

Dass nun ausgerechnet die Straße zwischen Krakau und Nowa Huta Johannes-Paul-II-Allee heißt, ist an Symbolik kaum zu überbieten. Vor seiner Wahl zum Papst war Karol Józef Wojtyła nämlich Kardinal in Krakau und setzte sich – schließlich erfolgreich – für den Bau einer Kirche in der sozialistischen Musterstadt Nowa Huta ein.

Über eben jene Johannes-Paul-II-Allee erreicht unsere Bahn nun auch den Plac Centralny, wo die heutige Fahrt endet. Im Teil III gibt es dann viel mehr Bilder und weitere Informationen zu Nowa Huta.

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Krakaus unbekannte Sehenswürdigkeiten

Krakau vereinigt auf seinem Stadtgebiet Sehenswürdigkeiten, für die andere um die halbe Welt fahren, nämlich…

… Elefanten (hier im Gewerbegebiet Górka Narodowa – Nationalhügel),…

… den Eiffelturm (nein, der ist nicht klein, die Gewerbehalle, Kräne und Werbetafeln sind nur total groß) und…

… Prominenz, denn diese Tafel am Hauptmarkt (Ecke ul. Sławkowska) verkündet:

Hier wohnte
GOETHE
(vom 5.-7. September 1790)

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